DEMONSTRATIONEN

Demonstrationen nach der Tötung von Laye Condé

Kurz nach der Tötung Laye Condés ging am 15.01.2005 eine entschlossene Demonstration von knapp 2.000 Menschen gegen Rassismus und Brechmittelfolter auf die Straße. Die Energie, die von dieser Aktion ausging, führte nicht nur dazu, dass es im folgenden Jahr 2006 am Todestag von Herrn Condé erneut eine Demonstration gab. Auf die Aktivist*innen von damals geht letztlich der Impuls der Empörung und des Widerstands zurück, der den 7. Januar zu einem festen Bestandteil des emanzipatorischen Kalenders in Bremen gemacht hat. Ohne die Hartnäckigkeit namentlich der Aktivist*innen von der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant*Innen wäre keine Grundlage gelegt worden für die Aufarbeitung des 13 Jahre langen staatlichen Unrechts.

Text des Aufrufs zur Demonstration am 15.01.2005

Aufruf zur Demonstration am 07.01.2006

Demonstration während des 3. Prozesses gegen den Polizeiarzt

Der Bundesgerichtshof hatte die Freisprüche aus den beiden vorangegegangenen Prozessen gegen den Arzt jeweils kassiert. Im 3. Prozess wurde schnell deutlich, dass dieselbe Institutionen, die den Arzt schon zwei Mal freigesprochen hatte, auch weiterhin keine große Veranlassung zur Strafverfolgung sah; bereits am 8. Prozesstag brachte die Vorsitzende Richterin Lätzel eine Einstellung des Verfahrens ins Spiel.

Gegen eine solche Einstellung des Verfahrens wandte sich am 11.06.2013 eine große Demonstration in der Bremer Innenstadt.

(Die Einstellung des Prozesses erfolgte dann am 01.11.2013)

X Entschädigung für alle Betroffenen von Brechmittelfolter